Rekord Tag
    Dienstag, 20.12.2011 20:00
Der 20.12.2011 war ein Hammertag!
Susanne Schödel fliegt neuen Weltrekord von Bitterwasser aus.

Die zweifache Weltmeisterin im Segelfliegen, Susanne Schödel vom AC Langenselbold (Hessen), hat nach eigenen Angaben einen weiteren Weltrekord aufgestellt. In Bitterwasser (Namibia) hat sie am Dienstag in der Frauen-Konkurrenz eine neuen freie Strecken- und Geschwindigkeitsbestmarke in der 15-Meter-Klasse (Spannweite) aufgestellt. Sie hat 1060 Kilometer zurückgelegt und den Weltrekord von Anja Kohlrausch (LSV Biberach) verbessert, die 1018 Kilometer im Dezember 2006 geschafft hatte. Bei ihrem Weltrekordflug erreichte die 39-jährige Hessin nach eigenen Angaben eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 132 km/h.
Ihre erneute Weltrekord-Mission hat Susanne monatelang vorbereitet. Seit dem 12. Dezember ist sie in Bitterwasser. Im dritten Anlauf hat es dann geklappt. „Das ist total toll“, sagte Schödel, bevor sie mit ihrem Team mit einem Glas Sekt anstieß.
Herzlichen Glückwunsch Susanne und wieder einmal zeigt sich....
Bitterwasser Lodge & Flying Centre ... simply the best...

DS






NOTAM A0289/11
    Mittwoch, 12.10.2011 10:29
aus aktuellem Anlass hier die Daten des Luftraum NOTAMS:

NOTAM A0289/11: Hosea Kutako International Airport (FYWH)A0289/11 NOTAMN
Q)FYWH/QWGLW/IV/M /W /000/195/2439N01808E202
A) FYWH B) 1110220500 C) 1201221800
D) DAILY 0500-1800
E) THE AIRSPACE BETWEEN GND TO FL095 WILL BE DOWNGRADED TO CLASS 'G'
TO ACCOMODATE GLIDING ACTIVITIES AS DEFINED BY THE FOLLOWING
COORDINATES:
FROM S224903E0182912 TO S223017E0185929
THENCE A STRAIGHT LINE TO A POINT AT S220000E0200000
THENCE A STRAIGHT LINE TO A POINT AT S270000E0200000
THENCE A STRAIGHT LINE TO A POINT AT S270000E0160000
THENCE A STRAIGHT LINE TO A POINT AT S230000E0160000
THENCE A STRAIGHT LINE TO A POINT AT S230259E0163455
THENCE ALONG THE 60NM ARC WHV, BACK TO THE STARTING POINT AT
S224903E0182912.
TRAFFIC THROUGH THAT AREA TO TRANSMIT TIBA ON 123.4MHZ IN ADDITION TO
124.7MHZ
F) GND G) FL195
CREATED: 02 Oct 2011 15:25:00
SOURCE: EUECYIYN
NOTAM A0002/11: Hosea Kutako International Airport (FYWH)
A0002/11 NOTAMN
Q) FYWH/QAFXX/IV/NBO/E/015/460/2152S01641E444
A) FYWH B) 1101010800 C) PERM
E) MANDATORY FILING OF FLIGHT PLANS ABOVE 1500FT AGL WITHIN THE
WINDHOEK FIR X REF AIC 42.2/10.
CREATED: 03 Jul 2011 05:08:00
SOURCE: LIIAYNYX

Liebe Grüße Dieter
- eine Karte wird noch erstellt -

2009-2010 going to become a record season at Bitterwasser
    Freitag, 25.12.2009 19:30
This season started with unusual dry weather and high temperatures (>35°C) already in November. In December the maximum daily temperatures rose to 37° - 40°C. With moderate humidity (dew point typically being between 0° and 10°C) occasional showers were usually easy to circumnavigate and thunderstorms remained rare. This offered extraordinary good conditions for long distance flights. At Christmas the number of long distance flights from Bitterwasser never has been as high as this year (see chart). And never before 7 pilots flew their first FAI-1000km within one season (see notes below).
As the top of the season is still not over it’s going to become a record season at Bitterwasser.

Gewitter
    Dienstag, 27.11.2007 16:57

Lokale Gewitter und Schauerfronten machen das Fliegen manchmal recht spannend. Wenn man weit weg von zu Hause ist, ist der Heimweg manchmal eine recht nervige Angelegenheit.
JG

Die Saison in Bitterwasser ist vorbei
    Donnerstag, 25.01.2007 19:41
Drei Monate Saison in Bitterwasser sind leider zu Ende. Die Flugzeuge sind in den Containern verpackt und gehen in Kürze auf ihre Rückreise nach Deutschland.

Die Saison war grossartig.
Eine unglaubliche Anzahl von 130 Flügen über 1'000 km (bis 1350 km) wurde erreicht, der erste am 9. November, der letzte am 23. Januar. Flüge über 1000 km: November 17. Dezember 63, Januar 50.
Sieben Piloten schafften ihren ersten FAI-Tausender, zwei Weltrekorde wurden erflogen. Dafür bekamen diese Glücklichen eine persönliche Palme gepflanzt.
Dazu kamen noch über 40 Landesrekorde.
Im OLC wurden 600 Flüge gemeldet, der Durchschnitt betrug über 700 km pro Flug.
Etwa ein Fünftel der Flüge wird gar nicht angemeldet. So kommen wir auf eine halbe Million Steckenkilometer.
Dieser Leistungsausweis ist weltweit einzigartig.

Es zeigt auch, wie gut das Wetter während der drei Monate war. Die sehr guten Bedingungen beschränken sich nicht nur auf drei Monate, nein, auch im Oktober und im Februar herrscht bestes Flugwetter.
Im Dezember hatten wir zwar ein Wetterloch mit Regen, dafür waren November und Januar regenfrei. Der Dezember ist traditionell der begehrteste und somit meist ausgebuchte Monat. Dies ist eigentlich nicht nötig, sind doch im November und Januar zu günstigeren Preisen meist noch Plätze frei.

Bitterwasser bedeutet auch Fliegen unter entspannten Bedingungen, die Fliegerei findet ohne Stress und übergrossem Ehrgeiz statt. Dazu trägt auch die Anwesenheit der vielen Pilotinnen, Frauen und Freundinnen bei, die für eine relaxte Stimmung sorgen. Dieses Jahr herrschte immer eine Bombenstimmung, wozu auch die unübertreffliche Küche ihren Teil beitrug.

Der reibungslose Betrieb ist auch das Verdienst von Flugleitung, Helfer, Farmmanager und Verwaltungsrat, denen allen ein grosses Dankeschön gebührt.

Bis zur nächsten Saison wünscht die ganze Bitterwasser Mannschaft unseren Freunden alles Gute und viele schöne Flüge im hiesigen Sommer. Auf ein Wiedersehen Ende Jahr in Bitterwasser.

Jörg Grothe, VR, Chef Flight operation

Bye bye sagen auch unser Küchenfeen
    Donnerstag, 25.01.2007 02:00



Die Hererodamen, Ovambodamen und Namadamen sagen im Namen aller Angestellten auf Wiedersehen im nächsten Jahr.

24. November 2006 in Bitterwasser
    Samstag, 02.12.2006 18:16

Ein toller Tag, früher Start und doch zu spät. Schon eine halbe Stunde eher hätten wir starten sollen. Eigenstart aus der Pfanne ohne Probleme und in 800 Metern über der Bitterwasser Lodge den Motor eingefahren. Der erste Schenkel Richtung Gamsberg geht sehr gut los. Richtung Pokweni sehen wir mit zwei Aufwinden im Blauen gerüstet die ersten Cumulanten am südlichen Rand der TMA Windhoek. Kurz vor Rehoboth ereichen wir diese gekennzeichneten Aufwinde und haben trotz der frühen Zeit schon einen Schnitt von 95 km/h geflogen. Langsam aber stetig bildet sich die Konvergenz Richtung Süden entlang der Namib Wüste aus. Roland und ich sind noch unentschlossen und fliegen zuerst am Gamsberg vorbei Richtung Norden. Bei 200 km auf Bitterwasser wenden wir im Regen und fliegen vorsichtig Richtung Süden ab. Die Thermik bis zum Gamsberg ist durch den Regen weitgehend tot. Mit etwas angespannter Haltung fliege ich vom vorderen Sitz, immer meine Entscheidungen rückversichernd bei Roland, der mit der Flugwegoptimierung beschäftigt ist. Etwa 25 Kilometer hinter dem Gamsberg, nach einer aufwindfreien Strecke, dann endlich unter einem schwarzen Vorhang 3,5 Meter Steigen intergriert. Es regnet stark,, aber wir bleiben im Aufwind mit 3,5 – 4 obwohl die Sicht durch den Regen nahezu vollständig weg ist. Das Steigen wird kurz unter der Basis schlechter und wir befreien uns vom Regen durch einen schnellen Abflug Richtung Süden. Vor uns sieht es sehr gut aus. Mit satten 5 Metern Steigen gehts an die Basis und Roland übernimmt die ASH. Jetzt fliegt Roland optimal unter den Wolken ohne einen Kreis ständig zwischen 4000 und 4700 Meter. Der Sauerstoff in leichten Dosen verabreicht hält uns wach und fit. Die ASH reagiert mit heftigen Flügelschlag auf die starken Aufwinde, ein beiendruckendes Bild. Nächster Wendepunkt Hellmringhausen 300 km südlich und wir verbessern unseren Schnitt auf 125 km/h. Schon bald wird klar, 1000 Kilometer sind heute möglich. Nachdem wir Meier 1 passiert haben fliege mal wieder ich und konzentriere mich den von Roland vorgelegten Schnitt zu halten. Die Aufwinde deutlich vor Augen gelingt es jedoch nicht eine gute Spur zu finden. Wir fallen mit 3 bis 4 Meter integriert immer tiefer, die Wolken wollen einfach nicht mehr saugen. Die Anspannung wird grösser, die Höhenmessernadel saust nach unten dann endlich , wenn auch zögerlich ein eindeutiger Druck im Sitz – eindrehen - zentrieren - und endlich wieder mit 3,5 bis 4 Meter in hoher Schräglage den Faden leicht nach aussen bei ständiger Arbeit am Knüppel und in den Pedalen wieder hoch auf 5000 Meter. Nach der Anstengung fliegt Roland erst mal weiter und ich nehme mir die Zeit ein paar Sequenzen für die neue Bitterwasser DVD aufzunehmen. Roland fliegt wieder meisterhaft unter den Wolkenaufreihungen der Konvergenz. Er nimmt harmonisch die Aufwinde mit und taucht Fahrt aufnehmend ab zur nächsten Wolke. Der Integrator deutet uns bei deiser Delfinade ständig Steigwerte von 4 – 5 Meter an. Bei 4200 Metern auf dem Höhenmesser zieht Roland den nächsten Aufwind mit, der Integrator überschreitet die 5 Meter und ich fordere Roland auf zu kreisen. Widerwillig dreht er rechts ein und stabilisiert auf 7,2 Meter bis zu Basis auf 5000 Meter. Weiter gehts mit einer berauschenden Geschwindigkeit bis kurz vor Bethanien. Ein Schenkel von 340 Kilometer mit einem Schnitt von 156 km/h. Quer ab Helmringhausen treffen wir Thomas Mosberger mit seinem Nimbus 4, mit dem wir in Bitterwasser gemeinsam gestartet waren und der scheinbar die gleiche Streckenführung gewählt hat. Nachdem wir noch einige Kilometer weiter südlich geflogen sind, drehen wir auf Höhe Bethanien und entscheiden uns wieder Richtung Norden zu fliegen, obwohl dort schon deutlich die Schirme der Überentwicklung zu sehen sind. Mit einem verückten Tempo nähern wir uns wieder dem Gamsberg. Roland und ich wechseln uns in kürzeren Intervallen ab um mit höchster Konzentration die beste Linie zu finden. Wir nehmen nur noch Aufwinde mit Steigwerten über 4 Meter an und erhöhen unseren Schnitt durch konstantes Geradeausfliegen erheblich. In etwa 100 Kilometer vor dem Gamsberg fliegen wir auf eine schwarze Wand zu . Ein letztes Mal auf diesem Kurs bis an die Basis auf 5000 Meter, dann Kurswechsel Richtung Ost Wendepunkt Aranos Pan. Von der Zeit her gibt das Winpilot Programm die Möglichkeit an über 1200 Kilometer zu fliegen. Wir fliegen weiter mit höchster Konzentration und ich kann wie schoon zuvor Roland einen Aufwind mit 7,2 Meter integriert zentrieren. Doch leider war dies der letzte gute Aufwind . Langes Gleiten, keine ansprechbare Thermik und lange Gesichter bei Roland und mir. Dann endlich nach 2000 abgeglittenen Metern ein zartes Steigen, was wir auf 2,5 Metern stabilisieren können. Also wieder die Kanülen in die Nasen, den Sauerstoff aktiviert und auf knapp 5000 Meter gestiegen. Jetzt übernimmt Roland wieder das Ruder und fliegt meisterhaft die letzten schwachen Aufwinde des Tages aus. Leider läuft uns die Zeit weg und wir müssen unseren Traum von 1200 Kilometer Segelflug aufgeben. 1180 Kilometer zeigen unsere Instrumente an. Im downwind treffen wir dann Thomas wieder der aus dem Norden kommt. Eine butterweische Landung auf der 09 left und deie 28 Meter Spaneweite hängen wieder traurig nach unten statt wie die letzten 8 Stunden 45 die Wingletts stolz in den Himmel zu strecken. Doch nach der Versorgung des Fliegers in unserem Bungalow die Super Überraschung. Strepla optimiert unseren Flug auf 1230 Kilometer.
Was für ein Team
Was für ein Flugzeug
Roland Lindner und Erich Zanders auf einer ASH MB 28

Über das Segelfliegen
    Sonntag, 29.10.2006 12:47
Ein Bericht von Sigi Baumgartl
Segelfliegen in Namibia – mehr Gefahren und Qualen als Freude? So kann man empfinden, wenn man Luftsport 9/2005 gelesen hat.
Über zwei Drittel des Textes jenes Berichtes über ãPokweni – Namibia“ vermittelte diesen Eindruck. Im Sinne der Sache und der Sportsfreunde, die sich für dieses Eldorado einsetzen, möchte ich einige Aspekte aus meiner Sicht darstellen, die sich aus meinem jüngst zweimonatigen Aufenthalt mit vielen Flügen in Namibia ergeben haben.

Archivseiten: 1 |